Information aus der Gemeinderatssitzung vom 15.06.2026
In der letzten Gemeinderatssitzung wurde vom Gremium der Jahresabschluss 2025 festgestellt.
Hierzu stellte Meike Schelshorn vom GVV-Rechnungsamt die wesentlichen Zahlen vor. Geplant war für 2025 ein Überschuss in Höhe von 5.960 Euro. Tatsächlich schloss man das Jahr mit einem Minus von rund 10.900 Euro. Diese Verschlechterung war einzig und allein auf den nicht erfolgten Verkauf von Ökopunkten zurückzuführen. Hierfür hatte man Einnahmen in Höhe von 107.000 Euro geplant. Ansonsten entwickelte sich der Haushalt 2025 eher positiv. So schloss man im Bereich Gemeindewald rund 11.700 Euro besser ab als geplant. Bei den Verbandsumlagen fielen für den Verbandswerkhof (- 5.500 Euro), den Kindergarten (- 57.300 Euro) und die Verbandskläranlage samt Verbandssammler (- 11.400 Euro) geringere Beträge an. Auch bei der Feuerwehr konnten etwa 5.700 Euro Wenigerausgaben ausgewiesen werden.
Die bereinigten liquiden Eigenmittel liegen bei einem Minus von fast 409.000 Euro. Die geforderte Mindestliquidität von rund 11.300 Euro kann somit bei weitem nicht erzielt werden. Und auch der Mindestzahlungsmittelüberschuss von etwas mehr als 18.000 Euro konnte nicht erwirtschaftet werden. Hierbei handelt es sich um Tilgungsleistungen.
An wesentlichen Investitionen wurden im Jahr 2025 rund 83.000 Euro für die Fernwirktechnik der Wasserversorgung verausgabt. Im Investitionsjahr gingen hierfür Zuschussmittel in Höhe von 32.000 Euro ein. Die restlichen Zuschüsse über 49.100 Euro erhielt die Gemeinde im laufenden Jahr 2026.
Die Verbindlichkeiten für Investitionskredite liegen bei 652.500 Euro, was einer Pro-Kopf-Verschuldung von 3.565 Euro entspricht. Hinzu kommen anteilige Verbandsschulden in Höhe von annähernd 200.000 Euro (= 1.089 Euro/Einwohner).
Die wirtschaftliche und finanzielle Lage der Gemeinde muss als bedenklich bezeichnet werden.
Unter Mitteilungen der Verwaltung informierte Bürgermeister Pfeffer über den Ausbaustand der Photovoltaik 2025. Die Anzahl der Solaranlagen haben sich in Tunau im Vergleich zum Jahr 2024 von 21 auf 24 Anlagen erhöht, wobei zwei Anlagen auf Hausdächern und eine auf Kleinstanlagen (meist Steckersolaranlagen) entfallen. Die installierte Bruttoleistung erhöhte sich dadurch von 0,13 auf 015 MWp.
Im Jahr 2024 hatte die Gemeinde dem Landkreis Lörrach eine Fläche zur möglichen Errichtung eines Zwischenlagers für Erdaushub angeboten. Nun erhielt man eine Absage, da sich das angebotene Grundstücke im Außenbereich befindet und dort eine Aushublagerfläche bauplanungsrechtlich nicht zulässig ist.
Zur Weiterentwicklung der kostenlosen Nutzung des öffentlichen Personennahverkehrs für Übernachtungsgäste (KONUS) berichtete der Vorsitzende, dass die KONUS-Umlage zum Jahresbeginn 2027 von bisher 50,29 Cent brutto auf künftig 70,09 Cent pro Übernachtung steigen soll. Künftig wird die Anreise innerhalb des KONUS-Gebiets Bestandteil des Angebots sein. Außerdem sind in der Umlage dann auf die Kosten für eine digitale KONUS-Gästekarte enthalten. Mit der Umlage bleibt man weiterhin deutlich unter dem Niveau vieler vergleichbarer Tourismusregionen.
Auf die 50-jährige Mitgliedschaft der Gemeinde im Förderverein für Krankenpflege und soziale Aufgaben wurde hingewiesen. Hierfür wurde der Gemeinde eine Urkunde verliehen.
Abschließend wurde über den Beteiligungsaufruf des Landkreises Lörrach zum kommunalen Aktionstag "Kommunen am Limit" informiert, welcher am 22.06.2026 stattfindet. Für einen gemeinsamen Social-Media-Beitrag wird man dem Kreis entsprechendes Bildmaterial zukommen lassen.
